Unsere Pension im idyllischen Lütersheim, einem Stadtteil von Volkmarsen, liegt im schönen Ferienland Waldeck, 10 km östlich von der Barockstadt Bad Arolsen, 4 km vom Ferienpark Twistesee entfernt und in direkter Nähe zum Naturpark Habichtswald. Südöstlich von hier liegt in 10 km die Märchenstadt Wolfhagen. In direkter Nachbarstadt liegen die Burgen Kugelsburg, Weidelsburg und Wetterburg. In Bad Arolsen wartet das barocke Residenzschloß der Fürstlichen Familie sowie weitere Schlösser in Landau, Rhoden und Welda auf Ihren Besuch. Nehmen Sie sich einige Zeit auf einem Spaziergang, um sich von der märchenhaften und sagenumwobenen Welt verzaubern zu lassen. Geschichtsliebende und träumerische Reisende werden dem Charme der mittelalterlichen Türme, Burgen, Schlösser, der weiten Wiesen, Berge, Thäler und zahlreichen plächernden Bächen und Seen erliegen.
Im Folgenden gehe ich auf weitere spannende und märchenhaft Orte in unserer Umgebung ein.

Stadt Volkmarsen

Ein Abt mit Namen Volkmar aus dem Kloster Corvey an der Weser errichtete bereits vor dem Jahr 1000 einen Hof, den er "Volkmarshus" nannte. So kam Volkmarsen wahrscheinlich zu seinem Namen. Es sollte aber noch lange dauern, bis sich daraus eine befestigte Stadt entwickeln würde. Aus dem Jahr 1233 stammt die älteste Urkunde, die Volkmarsen als Stadt erwähnte. So feierten wir 1983 das 750-jährige bestehen unserer schönen Stadt.

Burgen und Schlösser

Volkmarsen lag in früherer Zeit in einem Grenzgebiet. Deshalb finden sich heute auf fast jedem Berg und jedem Hügel Burgen aus dem Mittelalter. Die Kugelsburg tront eindrucksvoll über Volkmarsen, wie ein Wächter aus alter Zeit. Bei Wolfhagen befindet sich die Weidelsburg. Desweiteren befinden sich in direkter Umgebung die Desenburg, Trendelburg, Wetterburg, Sababurg und viele weitere Ruinen.

Viele Städte um Volkmarsen herum wurden als Festungsstädte gegründet oder wie Volkmarsen zu solchen ausgebaut. Zu den ersteren gehören Wolfhagen, Landau, Freienhagen und Zierenberg, die alle im 13. Jahrhundert gegründet wurden, um das umliegende Land zu sichern. Man kann in vielen Städten die mittelalterliche Stadtbefestigungsanlagen wie Stadtmauer, Stadttürme und Warten besichtigen. Manche Städte oder Siedlung haben die Zeit nicht überstanden und wurden zu verlassenen Wüstungen, wie die Stadt Landsberg bei Ehringen.

Zu späterer Zeit kamen die hohen Herren von ihren Festungen herunter und bauten sich schöne Wohnsitze, wie zahlreiche Schlösser beweisen. Die Grafenschlösser in Landau und Rhoden, das Schloss Höhnscheid und vor allem das Residenzschloss in Arolsen sind eindrucksvolle Beispiele.

Geo-Park Nordwaldeck

Der Geopark Nordwaldeck weist vor allem Sand- und Kalkstein auf, die in früheren Zeiten von Wüsten und Flachmeeren gebildet wurden. Unter anderem ist besonders sehenswert das Naturschutzgebiet "Scheid" bei Volkmarsen. Es ist das größte Kalkmagerrasen-Komplex Nordhessens und beherbergt seltenste Pflanzen, wie das "dreizähnige Knabenkraut". Am Sauerbrunnen, an der Kugelsburg sowie am Ralekesberg informieren Geostationen Groß und Klein über die Besonderheiten in der Natur. Diese Voraussetzungen bieten die Grundlage für besondere Steinformationen, zu denen schon unsere Vorväter sagenhafte Geschichten erfanden, um sie zu erklären. Die "Hollenkammer" besteht aus mehreren verstreuten Felskomplexen, in deren Höhlen der Sage nach die Hollen gelebt haben sollen. Der "Scharfe Stein" unterhalb der Kugelsburg soll sich am Mittsommertag um Mitternacht einmal drehen, um Feen und Hexen freizulassen. Am Hühneberg Richtung Welda gibt es heute noch versteinerte Stielglieder von Seelilien, die der Sage nach von einem Riesen stammen. Dieser Riese soll vor Einsamkeit geweint haben, die Götter versteinerten seine Tränen, damit sich die Volkmarser immer an ihn erinnern mögen. In einem ehemaligen Sandbruch bei Wolfhagen-Bühle wurden in den 90er Jahren Dinosaurierfußabdrücke im Sandstein entdeckt. Heute informiert eine informative Schautafel am Eingang des Bruchs über die Entstehung und Bedeutung der Abdrücke. Der Geopark Nordhessen bietet viel für Große, Kleine, Junge und Jungebliebene, man muss nur genau hinschauen.

Hollenkammer

Die Hollenkammer bei Lütersheim gehört zu den besonderen Sehenswürdigkeiten, die die Natur hier zu bieten hat. Sie besteht aus mehreren verstreuten Felskomplexen, verwitterten und zerklüfteten mit Eisenquadern durchsetzten Sandsteinblöcken und gehört speläologisch zu den sogenannten Halbhöhlen. Die Hollenkammer ist über den Lütersheimer Sportplatz oder über den Rundwanderweg Volkmarsen V 8 zu erreichen. Der Sage nach wohnten hier in den Höhlen die Hollen, kleine wichtelartige, glückbringende Lebewesen. So erzählt man sich von einem Mann, der in der Nähe arbeitete, als er ein Klopfen hörte. Er dachte, die Hollen backten Kuchen und rief:"Holle back mir auch nen Kuchen!" Nach einer Weile sah er auf einem Fels einen Kuchen liegen. Er zögerte und wollte ihn nicht nehmen, da rief eine Stimme:"Wenn du ihn nicht nimmst, kratz ich dir die Augen aus!" Daraufhin hat er ihn sofort genommen. Ob sie heute immer noch in den Kammern wohnen, wissen wir nicht, da sie sich unsichtbar machen können, wenn sich Menschen in der Nähe befinden, so die Sage. Aber auch ohne Hollen ist die Hollenkammer ein eindruckvolles Naturdenkmal, und jeden Besuch wert.

Naturparadies "Scheid" bei Volkmarsen

Einzigartige Kalkmagerrasen prägen hier im Scheid bei Volkmarsen das Landschaftsbild. Entstanden sind sie durch das Zusammenspiel der trockenen Lage (das Gebiet liegt im Regenschatten des Hochsauerlands) mit dem kalkreichen Gesteinsuntergrund. Vor allem aber die historisch andauernde Schafbeweidung hat wesentlich zur Entwicklung beigetragen.

Die Planzengesellschaften der Magerrasen gehören zu den artenreichsten in Mitteleuropa. Eine Vielzahl geschützter Pflanzen- und Tierarten finden hier ideale Lebensbedingungen. Die Kalkmagerrasen auf dem "Scheid" zeichnen sich besonders durch ihren Reichtum an Orchideenarten aus. Bundesweit gefährdete Arten wie das Dreizähnige-Knabenkraut, die Bienen-Ragwurz und die Fliegenragwurz sind hier zu finden.

Das Naturparadies "Scheid" lädt zum Wandern, Entspannen und Verweilen ein. Genießen Sie dieses einzigartige Idyll auf einer der zahlreichen Wanderbänke, einem schönen Buch und einem Glas Rotwein und vergessen Sie den stressigen Alltag.

Untergegangene Siedlungen

Um Volkmarsen herum gibt es über 17 untergegangene Siedlungen. Die bekanntesten darunter sind Wittmar, Mederich und Wetter, weil von ihnen eine Kapelle übriggeblieben ist. Die ehemaligen Bewohner der heutigen Wüstungen haben meistens in Kriegszeiten, wie während des 30-jährigen Krieges, ihre Häuser und Höfe verlassen und haben sich hinter die schützende Mauer der Stadt Volkmarsen begeben.

Wittmarkapelle

Stadtwüstung Landsberg

Die ehemalige Grenzstadt Landsberg gilt als Vorgänger der späteren Festungsstadt Landau, die es heute noch gibt. Sie wurde 1226 vom waldeckischen Grafen Adolf dem I. als Antwort auf die Gründung der Stadt Wolfhagen gegründet. Bereits um 1231 wurde die junge Stadt durch hessisch-thüringische Truppen zerstört. Leider ist von den wirklich zahlreichen Gebäuden, die in den 80er Jahren ausgegraben wurden, nicht mehr viel zu erkennen, weil die Wüstung komplett zugewachsen ist. Nur der 1 km lange, doppelte Ringwall ist noch in seinem imposanten Ausmaß zu erkennen. Obwohl sich die Ausgrabungsstätte in einem schlechten Zustand befindet, ist sie ein Highlight für jeden abenteuerlustigen Entdecker.

Fliehburg auf dem Stromberg

Bei einer Wanderung zum höchsten Punkt des Stromberges, Spionskopf genannt, der südöstlich vom Sauerbrunnen liegt, kann man die Grundmauern einer früheren Fliehburg entdecken. Fliehburgen sind die Vorläufer der nordeuropäischen Burg, bestanden aus Ringwällen und Palisaden und dienten der gemeinen Landbevölkerung als Schutz in Kriegszeiten. Diese Fliehburg war vor allem für den nahegelegenen Ort und heutige Wüstung Oberrhöda eine Zufluchtsstätte.

Blick auf die Kugelsburg